Jochen Schmidt - Embrun nostalgique sur la RDA - Der Osten, wie er leibte und lebte, Blick zurück mit Amüsement und Wehmut

Was ist eigentlich noch übrig von der DDR? Und wie lebte es sich dort als Kind und Jugendlicher? Die Region ist für viele Westdeutsche auch 25 Jahre nach Mauerfall immer noch Neuland. Dagegen gibt es jetzt eine Gebrauchsanweisung - und eine Zeitreise in Buchform.

 

 

Die DDR - was war sie eigentlich, wie war das Leben in ihr, auf der ganz persönlichen Ebene? Wie war die Kindheit im "Arbeiter- und Bauernstaat", die Jugend, das Aufwachsen, das Familienleben, die Schulzeit? In den letzten Monaten erschienen so einige Autobiografien oder Rückblicke von in der DDR geborenen Künstlern, Politikern oder anderen Bekanntheiten, von Rammstein-Flake bis Berghain-Marquardt. Vielleicht bot der 25. Jahrestag des Mauerfalls oder der Wiedervereinigung den passenden Anlass, vielleicht war es Zufall. Auch Jochen Schmidt, Jahrgang 70, aufgewachsen in Ostberlin, schaut gern zurück. So gern, dass er die ersten 30 Jahre seines Lebens gern nochmal als Film sehen würde, schreibt er.

 

Wie-war-DDR

Jochen Schmidt im Gleimtunnel, früher Grenze zwischen Ost- und Westberlin, heute zwischen den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Wedding.(Foto: imago/Rolf Zöllner)

 

Schon in "Drüben und Drüben", einem gemeinsamen Buch mit dem "West-Autoren" David Wagner,Was-ist-noch-DDR spürte er den Besonderheiten seiner Kindheit in der DDR nach. Nun sind kurz hintereinander zwei Bücher von ihm erschienen, die Ähnliches zum Thema haben: "Gebrauchsanweisung für Ostdeutschland" und "Der Wächter von Pankow".

 

Bevor man denken könnte: Jochen Schmidt ist aber ganz schön begrenzt in seinem Sujet, immer nur DDR und Kindheit und wie es früher im Osten war - er hat auch die "Gebrauchsanweisung für die Bretagne" und die "Gebrauchsanweisung für Rumänien" verfasst (als Teil der so genannten Reihe im Piper-Verlag) und noch so einige andere Werke zu ganz verschiedenen Themen.

 

Was ist noch da von der DDR?

In der nun erschienenen "Gebrauchsanweisung" geht er auf eine Reise durch das Ostdeutschland von heute und sucht und findet, was von früher noch da ist. Aus der Zeit seiner Kindheit und Jugend in der DDR, Hinterlassenschaften der "sozialistischen Bruderländer", der Sowjetunion als Befreier und Besatzer. Warum diese Spurensuche? "25 Jahre war ich in der ganzen Welt unterwegs, aber auf die Idee, durch meine alte Heimat zu reisen und nachzusehen, was davon geblieben ist, komme ich erst jetzt. Und plötzlich habe ich es eilig, denn vieles von dem, was ich sehen werde, wird in wenigen Jahren schon verschwunden sein", erklärt Schmidt im Buch seine Motivation. Und: "Ich bin für jede Form von Bewahren, denn die Wiederbegegnung mit Gegenständen des täglichen Lebens ist immer lehrreich und weckt Emotionen."

 

Auf Flohmärkten muss er sich zurückhalten, alle alten Spielzeuge und andere schöne Dinge "zu was-ist-noch-DDRretten", weil seine Wohnung schon davon überquillt. Fotografieren ist da platzsparender. (Leider enthält die "Gebrauchsanweisung für Ostdeutschland" keinerlei Fotos, so dass Nichtauskenner oft nicht wissen, worauf Schmidt sich bezieht.) Mit liebevollem Blick zieht er durch die Gegend und erinnert sich an Familienurlaube, Ferienlageraufenthalte und Schulerlebnisse - anhand von Bauten, Schildern, Zäunen, Schriftzügen, Laternen, Spielplätzen ... anhand von Details, für die Schmidt ein besonderes Auge hat. Nicht alles, was seine Begeisterung entfacht, dürfte ungeteilte Zustimmung erfahren - wie etwa die Schönheit der bekieselten Fassaden von Plattenbauten oder seine Faszination für Brandmauern. Aber im Vergleich zur oft seelenlosen Architektur der folgenden Jahrzehnte erscheint doch vieles in anderem, besserem Licht.

 

Jochen Schmidt wirft einen liebevollen Blick zurück und geht auf Spurensuche.(Foto: Tim Jockel/Piper)

Früher pfui, heute hui

Bei seiner Zeitreise in die DDR neigt Schmidt zwar zur zärtlichen Verklärung und zu leiser Wehmut über Verlorenes, aber nicht zur Ostalgie. Man könnte diesen Rückblick auch in anderen Regionen anstellen - sie würden dann nur eben ganz anders aussehen. Er räumt auch ein, dass er einiges, was er früher verachtete oder ignorierte, jetzt faszinierend oder interessant findet - wie etwa die russische Sprache oder in der DDR hergestelltes, wunderbares Spielzeug. Früher war für Ostler alles aus Westdeutschland per se spannender und besser - und gegen die Freundschaft zur Sowjetunion per Staatsdoktrin gab es eine innere Abwehrhaltung. Aber heute lernt Schmidt "so viel über mein Leben, indem ich die Dinge von früher noch einmal genau betrachte."

 

 

Auch in "Der Wächter von Pankow" begibt sich Jochen Schmidt auf eine Reise in die Vergangenheit -Was-ist-noch-DDR aber speziell in seine eigene. Er blickt zurück in die erwähnten ersten 30 Jahre seines Lebens, die er gern nochmal betrachten würde - und auch noch in die Jahre danach. Das geschieht in einer Sammlung von Texten ohne direkten roten Faden - nur eben seine Erlebnisse, Begegnungen, Beobachtungen und Gedanken. Da geht es um Briefmarken und den besten Kaffee (der teuerste muss seiner Ansicht nach auch der beste sein), um Proust, Doppelfenster und die bereits erwähnten Brandmauern. Deren zunehmendes Verschwinden er bedauert, ebenso wie das seines "geliebten DDR-Bürgersteigpflasters" und seiner "geliebten Laternen". Denn "noch während wir leben, wird die Kulisse abgebaut, die Dinge, an denen wir hängen, und wir müssen dabei zusehen", stellt Schmidt fest.

 

Früher besonders, heute alltäglich

Er erinnert sich auch an große Genüsse, die heute keine mehr sind, wie ein kaltes Wiener Würstchen in eine Ketchup-Flasche zu tunken. Denn in der DDR war Ketchup Mangelware und wenn es mal welchen gab, bekam jeder nur drei Flaschen. Heute ist das Angebot an diversen Ketchupsorten unüberschaubar groß, man hat eher die Qual der Wahl als die Freude über den Kauf. Überangebot statt Mangelwirtschaft.

 

In der sehr schönen Geschichte über Briefmarken widmet er sich mit großer Zuneigung dieser Sammelleidenschaft und dem "Hobby, das man lernen muss wie einen Beruf". (Und überlegt, ob er wohl mal berühmt genug sein wird, um selber eine Marke zu zieren.) In einem ausführlichen Kapitel legt Schmidt seine große Faszination für Ungarn und die ungarische Sprache dar - er lernt "Ungarisch, um das zu lesen, aber auch, um wie die Ungarn mit Außerirdischen kommunizieren zu können." Vor dem Mauerfall kam DDR-Bürgern das Land ja schon wie Westen vor, mit all dem Danone-Joghurt, McDonald's und "allen Schallplatten der Welt" - kaum erschwinglich wegen des schlechten Kurses der DDR-Mark zum Forint. Ungarn, das Land der unerfüllbaren Träume. Auch hier hat sich der Blick komplett verschoben: "Damals habe ich in Ungarn den Westen gesucht, heute suche ich den Osten."

 

Eigentlich interessiert sich Jochen Schmidt für so ziemlich alles - Sprachen (die er immer gleich lernen will), fremde Länder, Mineralogie, Philatelie, Literatur ... - und daran lässt er uns in der gesamten Bandbreite und auch im kleinen Detail teilhaben. "Der Wächter von Pankow" ist ebenso wie "Gebrauchsanweisung für Ostdeutschland" amüsant geschrieben, man liest beide Bücher mit Vergnügen, wird an das eine oder andere erinnert und lernt auch noch was dabei. Was kann man beim Lesen mehr erwarten?

 

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Von Andrea Beu

 

 

Source / Quelle: Web-Seite-N-TV

 

 

En ce 27ème anniversaire de la chute du mur de Berlin, combien encore se souviennent de ce qu'était la RDA. (République Démocratique Allemande).

 

Evennement historique pour le monde et l'humanité, il est aujourd'hui anédoctique pour les moins de 30 ans voire utopique.

 

Alors plutôt que de marquer cet anniversaire par un drapeau levé, comme nous le faisons encore aujourd'hui pour le 14 juillet ou le 11 novembre, rouvrons le livre de cette RDA qui pour certains peut être de la nostalgie, comme pour l'auteur Jochen Schimdt qui sait si bien se la remémorer.

 

Flash Back sur un passé qui semble aujourd'hui être oublié mais qu'il nous faut malgré tout garder en nos mémoires pour ne pas toujours penser "c'était mieux avant".   - NDLR -

 

 

 

Présentation de Jochen Schmidt par Diane Krüger, directrice adjointe de l’IPW.

 

Jochen Schmidt est né le 9 novembre 1970 à Berlin.

 

 

Il est le fondateur du cercle de lecture „Chaussee der Enthusiasten“, dont l’un de ses ouvrages porte par ailleurs le nom. Les „Lesebühnen“ (cercles de lecture) sont un phénomène typiquement berlinois et connu d’un grand public grâce à Wladimir Kaminer, l’auteur de „Russendisko“ et de „Die Reise nach Trulala“ et membre d’un autre cercle de lecture berlinois.

 

 

Des auteurs berlinois se retrouvent ainsi tous les jeudis à 21 heures au „RAWTempel“,Revaler Str. 99, 10245 Berlin (www.enthusiasten.de).

 

Il a reçu de nombreux prix, dont celui de l’Automne styrien, à Graz, en 2002.

Ce samedi 17 janvier, dans la Chapelle de l’Abbaye de Neumünster, Jochen Schmidt a lu des extraits de ses nouvelles et romans.

 

 

Lecture de : „Kleines Deutsches Wörtebuch“ (à propos de l’apprentissage du russe)

 

 

Parmi les caractéristiques de la vie en Allemagne de l’Est, les cours de russe ont une place particulière dans la mémoire de Jochen Schmidt. L’apprentissage du russe comme première langue obligatoire était en effet très difficile. Il se souvient de ses devoirs qu’il faisait dans le S-Bahn, avec pour sujet „Berlin, capitale de la RDA“, et de la baguette venue de Russie dont le professeur se servait, qu’il appelle „stylo télescopique“, soit le premier objet russe qu’il rêve d’acquérir, mais son ami et correspondant Sergueï ne lui en a malheureusement jamais offert un. Leur correspondance lui permet toutefois de confectionner un album de timbres à l’effigie de Lénine.

 

Avec la chute du mur, Jochen Schmidt se demande si Sergueï est devenu un pauvre constructeur de fusées ou un riche racketteur.

 

 

Lecture de : „Meine wichtigsten Körperfunktionen“ (à propos de son anniversaire)

 

„ Meine wichtigste Körperfunktion ist mein Geburtstag“ : pour Jochen Schmidt, le jour de son anniversaire est très important.

 

 

Jochen Schmidt se souvient d’un anniversaire avant la chute du mur : l’ambiance capitaliste n’est plus si loin. Dans la boîte aux lettres, une carte de voeux de la Sparkasse. Dans sa boîte mail, on lui propose un abonnement gratuit de trois mois à un club Internet. A la pharmacie, il obtient 8 cents de réduction sur sa boîte de boules Quiès et en cadeau, une crème pour le torse au caramel.

 

 

Depuis la chute du mur, Jochen Schmidt, né un 9 novembre, préfère désormais passer ses jours d’anniversaire chez lui, afin d’échapper à la frénésie qui règne dans la rue : il habite tout près de la Bornholmer Strasse, premier point-frontière qui s’ouvre à Berlin. Il se sent donc condamné, tous les ans, à voir les mêmes documentaires historiques. Il y préfère donc tout le reste. Dernier souvenir de la télévision un jour d’anniversaire : un documentaire de santé ayant pour sujet les hémorroïdes.

 

 

Lecture de : „Macht’s gut, Nachbarn!“ (ou comment Jochen Schmidt a vécu la chute du mur)

 

 

Pour Jochen Schmidt, quand on a vécu la chute du mur, on devient témoin de l’Histoire.

 

 

Quand le mur tombe, Jochen Schmidt est à l’armée. Il est enrôlé depuis le 1er novembre à Magdeburg. Arrive le jour de ses 19 ans. Il n’éprouve rien de particulier, s’inquiétant davantage de savoir qui a songé à son anniversaire. Tous ses camarades le jalousent car il est Berlinois et sera donc des premiers à profiter des bienfaits du capitalisme. D’ailleurs, les premiers „Praline“, magazine

érotique de l’Ouest, et le Jägermeister ne tardent pas à arriver.

 

Enfant, Jochen Schmidt se demandait si sa grand-mère, qui vivait à Hamburg, était aussi capitaliste. Il se souvient des années passées au FDJ (Freie Deutsche Jugend),organisation de jeunesse communiste gérée par le Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED). Le cheminement classique voulait que les enfants soient d’abord chez les „pionniers“, pour ensuite être au FDJ et, enfin , intégrer le parti (SED).

 

 

Il évoque également les 100 Deutsche Mark que les Allemands de l’Est pouvaient retirer dans toutes les banques lors de leur premier voyage à l’Ouest. Ce Begrüßungsgeld“ a d’ailleurs donné lieu à un véritable marché noir, beaucoup d’Allemands de l’Est se rendant plusieurs fois au guichet après avoir arraché le cachet d’attestation de leur livret bancaire.

 

Quant à lui, il n’a pas pu profiter de cet argent : pensant qu’à chaque carrefour étaient implantées quatre banques, il dut tant marcher pour en trouver une qu’il n’arriva qu’à la fermeture.Or, c’était le dernier jour de l’offre (début 1990). Mais finalement, il se dit fier de „n’avoir rien pris aux Allemands de l’Ouest, ces magnats de l’argent“.

 

 

Lecture de „Meine erste Reise in den Westen“

 

 

Pour son premier voyage à l’Ouest, Jochen Schmidt se rend chez son oncle à Hambourg. Il est très étonné que ce dernier ait économisé 100.000 Marks, une somme colossale, pour chacune de ses filles.

 

 

Il découvre la télécommande et s’en émerveille, lui qui était habitué à façonner des bâtons de bambou aussi longs que possible pour changer de chaîne sans se lever.Il pensait voir beaucoup plus de magasins et s’attendait à un choc de couleur car „en RDA, on a souffert en permanence, on était sous pression, tout était gris. En tant qu’Allemand de l’Est, on pensait qu’à l’Ouest, tout était coloré“.

 

Discussion

 

Suite à ses lectures, Jochen Schmidt a répondu aux questions de la salle, profitant de l’occasion pour en apprendre davantage, notamment au sujet de l’affectation des soldats à la garde du mur, un service particulièrement désagréable : les militaires y allaient deux par deux, afin de se surveiller mutuellement. Si l’un tentait de s’enfuir, la consigne pour le second était alors de l’abattre. S’il ne voulait pas le faire, l’unique solution restante était de tenter de s’échapper également.

 

Pour Jochen Schmidt, là était le signe d’un Etat très faible, tellement faible qu’il ne parvenait plus à assurer ses frontières.

On apprend également qu’après la chute du mur, les Allemands de l’Ouest étaient très reconnaissables à l’Est : à leurs chaussures, à leurs lunettes, mais surtout à leur façon de marcher, bien plus décontractée.

 

Dès la chute du mur, les magasins de l’Est s’emplissent de marchandises et il faut faire désormais la queue pour faire ses achats. „On ne pouvait plus faire ses courses normalement“, déplore Jochen Schmidt. Lui-même devient „Optionsparalytiker“ (personne paralysée par la nécessité de faire un choix), notamment devant le rayon des dentifrices. Les produits occidentaux sont arrivés, ce qui le déboussole. Il justifie cela par son âge déjà avancé au moment de la chute du mur ; selon lui, ceux qui avaient 5 années de moins eurent plus de facilité à s’adapter.

 

Dans quelle mesure Berlin a-t-elle changé ?

 

Pour Jochen Schmidt, Berlin est au centre de toutes les attentions. Elle a beaucoup changé, et fait partie des capitales où l’on vit bien pour très peu d’argent. Lui-même est nostalgique du visage de Berlin d’avant la chute du mur : „Berlin-Est était en état d’après-guerre, c’était très romantique. Aujourd’hui, toutes les façades ont été rénovées, tout est très chic.“

 

Lorsque le mur était là (aujourd’hui, la majorité du mur a été vendue à des musées par la société Limes Gmbh), Berlin n’était pas coupée en deux au niveau architectural. La différence se voyait aux étals des épiceries : si à l’Ouest, ils étaient fournis, à l’Est, on ne trouvait que des oranges et des choux fleurs.  

 

Accès au document au format Pdf: Compte-rendu-de-la-lecture-de-l-ecrivain-Jochen-Schmidt

 

 

Les derniers ouvrages (en allemand) de Jogen Schmidt:

 

 

 

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